Samstag, 7. November 2009

Kia Ora – der Norden Neuseelands

Der zweite Teil unserer Neuseelanderkundung führte uns von Christchruch ganz in den Norden, nach Cape Reinga. Zu Besuch die ganze Familie Fischer. Vielen Dank für die tolle Zeit und das einmalig Erlebnis!

Im Jahre 1769 betrat Kapitän James Cook als „erster“ Europäer Neuseeland. Fast nicht zu glauben, auch ein Schweizer war dabei. Er malte für den Kapitän die Bilder von den Endeckungen (es gab ja noch keine Fotoapparate).

Wie der Süden ist auch der Norden Neuseelands gespickt von unvergleichbaren Landschafsbildern und Naturspektakeln welche zum Erkunden einladen. Im Cape Farwell an der Nordspitze der Südinsel spazierten wir am Stand entlang und standen plötzlich vor 3 Seerobben die am faulenzen waren. Trotz der Distanz von nur ca. 5m liessen sie sich nicht stören.
Der Able Tasman Nationalpark, nur ca. 100km östlich vom Cape Farwell kann man mit dem Boot und zu Fuss erkunden. Ein Wassertaxi setzte uns an einem weissen Sandstrand aus. Herrliche Trekkingpfade durch Wald, Sandstrände, Sumpf und Wasser bis zum Bauchnabel führten uns wieder an den Ausgangspunkt zurück.
Selbst die überfahrt mit der Fähre von der Süd- auf die Nordinsel ist Landschaftlich sehr spektakulär. Der Koloss bahnt sich seinen Weg durch die riesige Fjordlandschaft. Berge bedeckt mit Schnee, grüne Grashügel, steile Klippen und Albatrosse welche uns auf dem Weg begleiteten.

Die Kultur der Ureinwohner von Neuseeland, der Maori, ist auf der Nordinsel vermehrt spür- und sichtbar. Vieles ist für den Tourismus, die eingewanderten Neuseeländer aber auch für Maoris revitalisiert worden. Es gibt sehr gute Museen, viele Schnitzereien, Geschichten und Sagen, gut inszenierte Kulturanlässe. Wenn man durch die Region Rotorua reist hat man den Eindruck, dass Rituale und Lebensformen neu aufleben, ja sogar modern werden.

Die Bodenbeschaffenheit und das Klima ermöglicht in vielen Regionen Neuseelands eine lukrative, vielseitige Landwirtschaft. Schaf- und Rinderzuchten sieht man vor allem im rauen Süden. Äpfelplantagen, Weingebiete, Kiwi- und Orangenplantagen, Milchwirtschaft, Rinderzucht findet man im zentralen Neuseeland und ganz im Norden Avocadoplantagen und vereinzelt sogar Bananen.

Die Nordinsel ist geprägt von Vulkanen, Höhlen und heissen Quellen. Die Region Waitomo ist gelöchert von einem riesigen, natürlichen Höhlensystem. Oft sieht man auf dem Lande Absperrungen um die Tiere vor einem Stürzt in die Höhlen zu schützen. Mit Neoprenanzug, Gummistiefel, Abseilgurt und Helm mit Lampe ausgerüstet seilten wir uns in eines der Löcher ab und erkundeten die Unterwelt und bestaunten die Glühwürmer.
Bereits 100km vor Rotorua fängt die Erde an zu Qualmen. Wir fahren durch ein riesiges Gebiet von heissen Thermalquellen. Überall sieht man von der Strasse aus Wasserdampf aufsteigen, ja sogar die Wasserschächte qualmten teilweise. In dieser Region bestaunten wir Geisiere die mehr als 20m hoch Wasser sprühten, kochende Schlammbecken und farbige, qualmende Teiche und Bäche.
Unsere Reise führte uns weiter zum Hot Water Beach, ein Naturspektakel! Beim Wendepunkt von Ebbe und Flut kann man sich am Strand ein privates Pool buddeln. Das Pool wird dann von heissem Wasser, welches aus einer Tiefe von 180m hoch drückt, gefüllt. So machten wir uns an die Arbeit: perfekter Standort aussuchten (zum Teil ist das Wasser zu heiss!), Pool graben, entspannen bei einer Wassertemperatur von mehr als 40°C, abkühlen im Meer (Temperatur ca. 14°C) und wieder entspannen im Pool. Genial, gratis Wellness in freier Natur!

Weiter kurvten wir mit unserem Camper Richtung Norden. Wir genossen es selber zu kochen und verzehrten einige herrliche Heimwehgerichte (dank an die Köchinnen und Köche). Silvia gelang es sogar uns jeweils sonntags mit einem frischen Zopf zu verwöhnen.

Nach dem Geburtstags- und Abschiedsfest am gleichen Abend trennten sich unsere Wege. Familie Fischer genossen noch einige Tage in Neuseeland und wir, wir machten uns auf dem Weg zu unserer letzten, grossen Etappe… Sudamérica nosotros llegamos!

1 Kommentar:

Yvonne und Martin hat gesagt…

Hola muchachos! :-)

El tiempo vuele y vos ya están en Argentina! Martin y yo van a mudarnos en dos semanas a "Grünau 5"! Que alegría de vivir en un propio apartamento después de más que un a~no. Vos deseamos mucho diversion en el America del Sur y que su viaje se pasará muy bien! Disfrutan las ultimos meses de la gran aventura!

muchos saludos
dos-a-casa ;-)