Samstag, 19. September 2009

Can you Jodeln?

Wir stehen am Security Check am Flughafen in Christchurch Wir sind auf dem Weg nach Nadi, Fidschi. Schnell sind wir im Gespräch mit dem Security Officer. „Woher kommt ihr? Schweiz - oh dann könnt ihr sicher Jodeln?“
So sind die Kiwis. Offen, interessiert und extrem freundlich. Überall wurden wir mit offenen Händen empfangen, bekamen viele Geheimtipps, sogar von der Polizei (!).

In Christchurch haben wir unser Minicamper übernommen welcher als „Swiss Army Knife“ (Schweizerarmeesackmesser) beschrieben wird. Es handelt sich um einen Familienvan, umgebaut zu einem Zeltcamper. Kühlschränkchen, Gasherd und ein Zelt, welches am Kofferraum angebracht wird um mehr Innenraum zum schlafen zu schaffen. Klein aber fein – wie das Schweizerarmeesackmesser.

Für die ersten 3 Wochen haben wir uns vorgenommen, den Südteil der Südinsel zu erkunden. Wir freuten uns auf raue Landschaften, hohe Berge, Schnee, das wilde Meer, riesige Wälder und grüne Hügel mit vielen Schafen. Wir haben alles gefunden!

Die Ostküste ist bekannt für Pinguine, Seelöwen und Delphine. In Oavaru gibt es einen Strandabschnitt wo eine Kolonie Yellow Eye Pinguine lebt. So legten wir uns, ausgerüstet mit Feldstecher, Kamera und warmem Tee auf die Lauer. Die Pinguine kommen nach dem Fischen kurz vor dem Sonnenuntergang an Land und gehen in ihr Nest. Ein Volunteer, welcher hier seit Jahren Tag für Tag die Pinguine beobachtet erzählte uns, dass immer der gleiche Pinguin als erstes aus dem Wasser kommt, auf den Hügel klettert und sich zu einem als Holz geschnitzten Pinguin setz und die letzten Sonnenstrahlen geniesst. So geschah es. Aus Distanz konnte man kaum feststellen, welcher der „echte“ Pinguin ist.
Etwas südlicher sind wir dann auf eine Seelöwenherde gestossen. Während Stunden genossen wir deren Anblick, dieser faulenzenden Löwen.

Weiter ging es via die Catlins Cost an die Westküste. Im südlichsten Teil von Neuseeland leben nur wenige Leute, meist Farmer. Das Klima ist rau, feucht, kalt. In den wenigen kleinen Dörfern kann man das nötigste einkaufen und das Fahrzeug auftanken. Tagsüber. So geschah es, dass wir mit einem leeren Tank bei einer Tankstelle übernachten mussten. Die Tankstelle im Dorf ca. 70km zuvor war ausser Betrieb und jene, vor der wir nun standen, war geschlossen. Automat? Nein die Tankstelle wird noch vom Mensch betrieben - Tagsüber! So blieb uns nichts anderes übrig als unser Camper zu parken. So packten wir die Chance und tranken im Pub nebenan ein Bierchen mit den Locals.

In Te Anau haben wir zwei bekannte Gesichter getroffen. Mit Anuschka und Roman von Neuenkirch, auch bereits seit gut 6 Monaten unterwegs, haben wir die Milford Sound Region erkunden. Milford Sound ist ein Fjord, welches mit dem Schiff erkundet werden kann. Aber schon die Anfahrt, 120km durch hohe, extrem steile Berge, hat sich gelohnt. Übrigens, diese Strasse ist eine der Lawinengefährlichsten der Welt und regelmässig für Tage gesperrt.
In dieser Region regnet es an 200 Tagen im Jahr und natürlich regnete es auch bei unserer Ankunft. Aber dann kam die Sonne. Ein wunderschönes Landschaftsbild offenbarte uns. Grünbewachsene Steilwände, Wasserfälle, farbenprächtige Regenbogen, raues Meer, Seelöwen und Wind, so stark, dass wir hinein liegen konnten.

Jetzt wollten wir noch mehr, mehr Berge. In der Region Wanaka genossen wir das herrliche Winterwetter. Snowboarden, wandern, fischen stand auf dem Programm. Tagsüber war es frühlingshaft warm, in der Nacht bitter kalt. So krochen wir meist bereits um 19.00 Uhr in unsere warmen Daunenschlafsäcke und genossen dafür die frühen Morgenstunden.
Die Berglandschaft erinnerte uns stark an die Schweiz. Berge so weit das Auge reicht. Glasklare Seen in denen sich die Berge spiegeln. Für einen kurzen Moment kam sogar ein klitzekleines Heimweh auf…

Zurück an der Westküste verbrachten wir einige Tage bei strahlendem Frühlingswetter an traumhaften Plätzen und machten das erste Mal Bekanntschaft mit den Sandfliegen. Wer glaubt, dass Mückenstiche jucken, der wurde noch nie von Sandfliegen gestochen. Wir kratzten uns noch nach 5 Tage blutig….

Die letzten Tage verbrachten wir in der Region von Christchurch. Trafen erneut Anuschka und Roman, fieberten bei einem Rugbyspiel mit und genossen das Nachtleben.

Nun sitzen wir an einem Beach in Fidschi und relaxen, einmal mehr.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi mates! Wie geht es euch so auf den Fijis?? Wir haben gesehen, ihr seit wieder fleissig am tauchen! Wir werden in einigen Tagen auch wieder unter Wasser gehen. Das S.S.Yongala Wreck soll der Beste Dive von Australien sein. Wir checken das mal aus....aber auch bereits das Great Barrier Reef ist ein super dive spot! Wir hoffen euch gefällts auf den Fijis und sind gespannt auf euren Bericht. Liebe Grüssen, Anoushka & Roman