Montag, 17. August 2009

Indonesien – riesige Vielfalt

Indonesien ist riesig – in vieler Hinsicht. Mehr als 236 Mio. Menschen leben auf 17’508 Inseln, obschon eine nationale Sprache unterrichtet wird, werden mehrere hundert Sprachen und Dialekte gesprochen und verschiedene Kulturen gelebt. Auf Sumatra, der grössten Insel Indonesiens, gibt es (noch) einer der grössten Nationalparks der Welt. Mehr als die hälfte aller Einwohner leben dicht gedrängt auf Java. Bali ist weltbekannt, extrem touristisch und westlich. Auf und um die Insel Lombok findet man unzählige einsame, weisse und schwarze Standstrände und glasklares Wasser. Und. Und. Und.

Unser Abenteuer Indonesien hat in Bukit Lawang begonnen. Bukit Lawang, ein kleines Dorf im Nordosten von Sumatra, liegt am Rande des Gunung Leuser National Park. Zu später Stunde kamen wir müde in unserer Unterkunft an. Waren wir doch mehr als 12 Stunden mit Flugzeug und Bus unterwegs. Die letzen 30 Minuten zu unserer Unterkunft legten wir mit Sack und Pack zu Fuss zurück und Silvia hatte bereits seit mehr als 24 Studen Fieber….
Unsere Unterkunft war sensationell. Sehr, sehr einfach, etwas lebendig (Käfer, Mücken, Spinnen, usw.) aber dafür direkt am Ufer eines Baches und am Rande des Nationalparks. Jeden Morgen konnten wir die Orang-Utans aus der Hängematte auf unserer Terrasse beobachten.
Silvia’s Fieber wurde nicht besser und auch das lokale, natürliche „Wundermittel“ hat nicht geholfen. So haben wir uns entschlossen mit dem Bus nach Medan ins Spital zu fahren.

3 Tage später ging es von Medan weiter nach Tuck Tuck. Ein perfekter Ort für Silvia sich vollständig von der Bakteriellen Infektion von Nahrungsmitteln zu erholen. Der kleine Ort liegt auf einer Insel im Lake Toba, ein See in einem Vulkankrater. Herrliche Vulkanberglandschaft, mediterranes Klima, tolle Unterkunft und richtiges(!) Brot zum Frühstück. Wir erkundeten die Insel mit dem Motorbike. Auf der Insel leben hauptsächlich Kleinbauern, welche Reis, Gemüse und Kaffee anpflanzen, und Fischer. Zudem haben wir in Tuck Tuck bereits zum zweiten Mal Hanspeter und Claudia (Hanspeter ist ein Arbeitskolleg von mir) getroffen. Danke für die tolle Zeit!

Wir erlebten die Indonesier als sehr fröhliche und interessierte Menschen. Leicht sind wir mit ihnen ins Gespräch gekommen und oft fanden spontane Jamsessions statt. So wurde die Gitarre im Bus, auf der Fähre, im Restaurant ausgepackt und alte westliche Popstücke angespielt. Aber wie überall gibt es auch hier schwarz Schafe. So wurden wir bei der Fahrt von Lake Tobe an den Flughafen in Medan vom Fahrer erpresst. Dieser stellt plötzlich auf halbem Wege fest, dass er nur rechtzeitig am Flughafen sein kann, wenn er das von ihm gewünschte Trinkgeld bekommt…

Lombok ist eine Insel südlich von Bali. Nicht sehr touristisch. Schöne Vulkanlandschaft, viel Dschungel und tolle, weisse Sandstrände. Schnell haben wir uns entschlossen, mit Bus und Schiff auf die Insel Gili Meno zu übersetzen. Diese kleine Robinsoninsel umrundet man zu Fuss in 90 Minuten, es gibt nur wenige Unterkünfte und keine Strassen. Kleine Pferde werden als Transportmittel eingesetzt. Hier bezogen wir für 4 Nächte eine Holzhütte nur 15m vom Meer entfernt, installierten die Hängematte und liessen die Seele bammeln. Die 300 Einwohner leben von der mageren Landwirtschaft, vom Fischen und vom Tourismus. Es gibt sogar eine Schule und eine Moschee.

90% der Indonesier sind Moslems. Bereits in Indien erlebten wir den moslemischen Glauben hautnah. Obschon der Glaube und einige grundlegende Ansichten teilweise extrem von unseren abweichen, genossen und respektierten wir die unbekannte Spiritualität. Bereits in den frühen Morgenstunden singen die Priester vom Turme ihrer Moschee ihre Gebete. Die Lautsprecheranlagen tragen den mystischen Gesang ins Land. Dies wiederholt sich mehrmals am Tag. Viele Moslems sind weltoffen und interessiert am Weltgeschehen. Nur wenige Male wurden wir mit den strengeren Sitten des Moslems konfrontiert, wo wir zum Beispiel als unverheiratetes Paar kein Zimmer zusammen bekommen haben.

Nach 4 Tagen einsamen Robinson-Leben wurden wir (oder zumindest einer von uns) kribbelig und wir machten uns auf. Nach 13 Stunden Bus und Schifffahrt sind wir in Ubud, im Landesinneren von Bali angekommen. Hier wimmelte es nur so von Touris. Den Ubud ist das Sinnbild von Luxus- und Spa-Ferien. Für uns ein kleiner Kulturschock! Mit Glück haben wir eine günstige Unterkunft bei einer lieben Familie gefunden und erkundeten die kommenden Tage die ländliche Region, ihre Reisfelder, die Hindutempel (hier leben fast nur Hindus) und die abgelegenen kleinen Dörfer mit dem Motorbike.

Kuta Beach, eines der besten Surfermekkas der Welt. Hier findet sich Schicki und Micki in den angesagtesten Clubs, grosses Geprotze mit schicken Autos auf der Strasse, Shopping in tollen Shops und Lifestyle am Beach. Spannend für einen Tag!
Wir entschlossen uns an einem ruhigeren Ort an der Ostküste die letzten Tage zu geniessen und verabschiedeten uns mit Tränen von Südostasien….

ABER, wir kommen wieder, irgendwann!

2 Kommentare:

Eveline hat gesagt…

Hallo ehr liebe

Ech hoffe doch das sech D`silvia weder guet erhollt hed ond ehr euch i neui abentür chönd störze!
Es esch total spannend euchi brecht z`läse, do chond auso scho chli fährnweh uf! bliebid gsond ond gniessed euchi zwöit haubziit

ganz liebi grüss vom sommerleche Buttisholz

eveline

Anonym hat gesagt…

guguseli metenand!

ha mou gschwend weder wöue inegögsle u hallo säge. händs no guet u es müntschi vor schwiz.
Alexandra