Montag, 22. Juni 2009

Laos – Das Land der Mönche

Unsere Rucksäcke sind auf dem Dach des kleinen Pickup Busses verstaut. Hier hat uns der Taxi-Fahrer, welcher uns vom Flughafen in Pakse (Laos) an den Busbahnhof gefahren hat, ausgeladen. Unser Ziel ist die Insel Don Kongh. Die grösste der 4000 Inseln des Mekongs im Süden von Laos. Nur, ist es der richtige Pick up? Es hat so viele… Wann fährt er ab und wie lange dauert die Fahrt? Was will der Typ mit dem Gewehr auf dem Pick up? Leider konnten wir kein Laotisch und Englisch…

Nach einem Reifenwechsel, dem Pick up ist doch tatsächlich auf einer Seite während dem beladen die Luft ausgegangen, der Reifenreparatur und dem auftanken sind wir losgedüst. Die Fahrt dauerte, inkl. der Fähre auf die Insel, gute 4 Stunden und war bequem. Obschon der Allerwerteste auf dem Holzbank schon früh schmerzte war die „Cabrio Atmosphäre“ genau das Richtige um die laotische Landschaft in sich aufzusaugen. Die „spannenden“ Konversationen mit den Locales auf der Ladebrücke, es waren alle Kommunikationsmittel, ausgenommen Englisch, erlaubt, macht die Fahrt kurzweilig.

Auf Don Kongh und den umliegenden unzähligen kleinen Inseln genossen wir die wunderschöne Landschaft mit dem Fahrrad und Boot, die traumhafte Abendstimmung und die absolute Ruhe.

Mit dem Nachtbus (im Doppelbett!) ging es weiter nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. In Laos, flächenmässig ein grosses Land, leben nur knapp 6 Mio. Menschen. Die allermeisten sind Bauern und pflanzen Reis, Gemüse und Obst an. Trotz dem immer noch existierenden Kommunismus arbeitet die Regierung zielstrebig an der Entwicklung des Landes und öffnet sich sichtlich. Aber noch ist Laos ein Land der dritten Welt welches von den Kriegen bis in die 70er Jahren geprellt ist.

Wie schon oft suchten wir uns auch dieses Mal für das Stadterkunden ein Tuck Tuck (Taxi). Den Fahrer mussten wir zuerst in seiner Hängematte, welche im „Passagierraum“ aufgehängt war, wecken. Die Laoten sind extrem relaxt, was nicht mit Faul zu verwechseln ist! Obschon man sie immer und überall schlafen und faulenzen sieht, arbeiten sie auch fleissig. Einfach einwenig weniger…. Die Gelassenheit verleiht dem Land einen ganz besonderen Charme und man fühlt sich sehr wohl und sicher.

Nach einem kurzen Halt in Vang Vieng, einem noch echten Backpacker Dorf, fuhren wir weiter mit dem Bus durch die tropische, grüne Landschaft nach Luang Prabang. Luang Prabang beheimatet viele alte buddhistische Tempeln und wurde so zum Sinnbild des laotischen buddhistischen Glaubens. Die orange gekleideten Mönche, Erwachsene aber auch Knaben, sind in ganz Laos allgegenwärtig. Man trifft sie nicht nur in den Tempel. Oft sind die Mönche auf Reisen und leben tagsüber mit der Bevölkerung. Der buddhistische Glaube verlangt, dass jeder Mann für mind. 6 Monate als Mönch lebt.

Leider mussten wir hier unsere Laosreise, aufgrund einer bakteriellen Infektion, frühzeitige beenden und nach Chiang Mai in Thailand fliegen.

Laos war wunderbar und uns geht es wieder prima…

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